TRARA aktuell-
Neues vom Milliardengrab Transrapid
1. keine 5 Minuten wert
Anmerkungen zur Werbeschrift "10 Minuten"
In der letzten Woche wurde zumindest in der SZ eine Werbeeilage der Trara-Firma beigelegt.
Sie bietet Anlaß zu
vielfältigen Amerkungen. Der etwas komplizierte Teil Fahrzeiten-Angaben wird in 2 Anhängen referiert
im Einzelnen:
Energie 1. hohe Geschwindigkeiten
„10 % höhere Geschwindigkeit ergibt 30 % höheren Energieverbrauch“. Auch wenn das wieder etwas übertrieben ist, das physikalische Prinzip haben sie gut abgeschrieben, nur nicht verstanden. Sie fordern trotzdem eine energetisch unsinnige Geschwindigkeit von jetzt nur noch 350 km/h.
Energie 2. Rückspeisung
Bei Fahrzeugen, die oft bremsen und wieder starten machen Rückspeisungen sehr viel Sinn. Ideale Beispiele sind U-Bahnen und Trambahnen. Rückspeisungen haben aber auch Grenzen: Es muß zur gleichen Zeit im gleichen Abschnitt ein Verbraucher sein. Da in Deutschland diese Abschnitte relativ klein sind, wird im Durchschnitt nur max. 20 % Energie eingespart. Der Trara soll nur einmal auf seiner Fahrt bremsen. Damit ist zwangsläufig eine Rückspeisung beim Trara wenig wirkungsvoll. Sie ist zudem wegen der stoßweise auftretenden, hohen Strommengen nicht ganz einfach und macht das System nochmal teurer. U. a. deshalb war seinerzeit beim Projekt Berlin – Hamburg darauf verzichtet worden.
Wohlweislich werden keine Zahlen genannt. Die Rückspeisung wurde erst nach derPlanfeststellung ins Spiel gebracht.
Produkt der Stoiber productions
Die Werbefirma, die für BMW, Trara und Siemens arbeitet, heißt netterweise „Stoiber Productions“
Transrapid „ ein Schmierstoff für die ganze Wirtschaft“
Haben die Autoren da mehr Informationen als die Staatsanwaltschaft im Siemens- Schmiergeldskandal ?
Spinoff Effekte durch Zwangsbayer?
Hier werden Hochtief und Thyssen-Krupp mal kurz eingebayert. Es ist richtig, daß in 2 Büroetagen inder Moosacherstr. Thyssen Krupp-Transrapid Personal sitzt. Inwiefern dies Hightechfirmern anzieht,bleibt das Geheimnis des Dichters.
Schlechte Zeugen.
Ein Logistikunternehmer aus Passau träumt von der Anbindung des ICE-Netzes an den Flughafen.Nur dumm, daß kein ICE aus Passau auch nur irgendwie die Nähe von München kommt.
Ein Stiftungspräsident aus Ulm möchte Wirtschafts-und Lebensräume spürbar verkürzen. Wie geht das bitte ?
zur Grafik mit den Fahrzeiten:
9 Beispiele, 8 fehlerhaft, vieles unterschlagen,
Die Grafik soll den vermeintlichen Vorzug des Traras betonen.Die Fehler sind beachtlich, mal müssten die Fahrgäste eine S-Bahn absichtlich versäumen (8 mal),mal einen Umweg fahren (2 mal) oder den langsamsten Zug wählen (4 mal ). Von Rosenheim und Mühldorf sind viele Züge heute schon schneller am Flugplatz, als es der Trara je schaffen sollte .
Die Bevölkerung von Unter- und Oberfranken, der Oberpfalz und Niederbayern kommt gar nicht vor. Sie sind 40 % der bayerischen Bevölkerung.
weiteres zur Fahrzeitenkarte:
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Fahrzeitenkarte kurz
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Fahrzeitenkarte Hintergrundtext
2. Ablehnung von Klaus Hahnzog als Verfassungsrichter
Klaus Hanhnzog ist dem Verfassungsgerichtspräsidenten und dem Innenminister Herrmann einige Aufregung wert.
Beide versuchten in persönlichen Telefonaten ihn zu einem freiwilligen Verzicht zu bewegen Beim Nockerberg-Anstich erörterte der Gerichtspräsident den Fall mit einer Parteivorsitzenden, was normalerweise ebenfalls die Besorgnis der Befangenheit begründen wurde.
Kommentar
Nachdem die Merheitsverhältnisse im Gericht eh 8:1 sind kann das Motiv der bemerkenswerten Telefonate nicht an der
Machtfrage liegen.Es bleibt zu vermuten, daß die Juristen des Ministeriums ihrer eigener Argumentation nicht ganz trauen und keine Lust auf die Kritik des versierten Verfassungsrechtlers hatten.
3. Anbindung der Region Hochfranken(Hof)an den Flugplatz München?
Emilia Müller bevorzugt Frankfurt
Der Freistaat bezahlt 90% des wenig sinnvollen Umbaus des Flugplatzes in Hof. (Gesamtkosten 11.4 Mio)
zusätzlich bezahlt Bayern 75% einer Flugverbindung von Hof nach Frankfurt, nicht nach München (!)
Für 2,9 Mio Euro Gesamtkosten pendelt werktags dreimal ein Flugzeug zwischen Frankfurt und Hof.
Am Werktag fliegen damit unter 50 Leute nach Frankfurt, am Wochenende durchschnittlich 16 Leute.
Kommentar
Bayern kann das Geld auf verschiedene Art und Weise verschwenden, es muß nicht immer ein Transrapid sein.
BN Arbeitskreis Verkehr der
Kreisgruppe München,
Bund Naturschutz in Bayern e.V.
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